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Grundzüge einer geeigneten Corporate Social Responsibility Strategie - CSR

  • Dienstag, 14 Februar 2017 21:54

Corporate Social Responsibility beschreibt das gesellschaftliche Engagement der Unternehmen, welches über bestehende gesetzliche Regelungen hinausgeht. Eine persönliche Projektarbeit.

 

Corporate Social Responsibility (CSR)

Ist ein Konzept gesellschaftlicher Verantwortung eines Unternehmens, das die Aspekte der Nachhaltigkeit aufnimmt und sich auf die drei Säulen Wirtschaft, Soziales und Umwelt stützt.

Bereits seit vielen Jahren und nicht zuletzt besonders verstärkt durch die mangelhaften Arbeitsbedingungen in der Textilbranche, wächst bei vielen Stakeholdern die Erkenntnis, dass Unternehmen für die negativen Auswirkungen ihres Handelns Verantwortung übernehmen müssen. Dies führt zu neuen strategischen Herausforderungen, denen Unternehmen mit dem Konzept der CSR sich konfrontiert sehen.

Auf der anderen Seite stellt CSR einen strategischen Ansatz dar, mit den Prinzipien Dialog und Transparenz, bei denen man die Schwerpunkte eigener CSR -Aktivitäten selbst auswählt, um möglichst in Anlehnung an das Kerngeschäft ein Ansehen bei den Stakeholdern als Vorreiter zu erlangen.

Die unternehmerischen CSR-Aktivitäten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  1. Einen inneren Verantwortungsbereich, der sich auf die Einhaltung nationaler und internationaler Gesetze bzw. Abkommen erstreckt.

  2. Einen mittleren Verantwortungsbereich, der freiwillige CSR-Aktivitäten in der gesamten Wertschöpfungskette des Unternehmens umfasst.

  3. Einen äußeren Verantwortungsbereich.

Reale Gründe für CSR-Aktivitäten:

  • Verbesserung des eigenen Images
    Durch einen langfristigen Einsatz verschiedener CSR-Aktivitäten, wie z.B. Verbesserung des Unternehmensimages durch Werbung, ist man in der Lage  eigene herausragende Merkmale hervor zu bringen. Das Ziel ist ein verbessertes Ansehen des Unternehmens in der Bevölkerung.

  • Vorbeugung gegen die Schaffung von Gesetzen
    Aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage nach ökologisch und sozial nachhaltig produzierten Gütern, sowie einer wachsenden Erwartung der Gesellschaft an die Unternehmen ethisch korrekt zu wirtschaften, wächst auch die Wahrscheinlichkeit, dass immer mehr Länder Gesetze einführen, die uns zu solch einem Handeln zwingen können. Um der Entstehung solcher Gesetze zuvorkommen, sollten gezielte CSR-Maßnahmen bereits im Vorfeld umgesetzt werden. Schließlich können Gesetze die zur Verbesserung bestimmter Standards beitragen und uns direkt betreffen, wesentlich mehr Kosten als ein freiwilliges Engagement im jeweiligen Bereich.
     
  • Vermeidung von Folgekosten von Pannen und Unfällen
    Ökologisch und sozial nicht nachhaltiges Handeln kann zu Pannen, Unfällen oder sonstigen Unglücken führen, deren Folgen für unser Unternehmen mit erheblichen Kosten verbunden sind. Aus diesem Grund wären CSR-Aktivitäten für uns vom finanziellen Gesichtspunkt aus auch sinnvoll.

Identifikation des Handlungsbedarfs

Ausgangspunkt ist der harte und mittlerweile gesättigte Markt. Unsere Absicht zur Einführung unterschiedlicher CSR-Aktivitäten beruht auf unsere Firmenstrategie und damit verbundenes Ansehen, sowie vorausgesetzte Erwartungshaltung seitens der Stakeholder ggü. unserem Unternehmen.

Folgende Nutzeffekte können für uns dabei entstehen

  • Eine Optimierung von Prozessen würde dazu beitragen, dass der Einsatz von Ressourcen effizienter wird.

  • Eine Weiterbildung der Beschäftigten würde zu einem höheren Qualifikationsstand führen.

  • Das Schaffen familienfreundlicher Angebote fördert im Gegenzug soziale Kompetenz und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

  • Dank einem Dialog mit Stakeholdern würden wir ökologische und soziale Risiken frühzeitig erkennen und selektiv vermindern.

  • Mit der Umsetzung mehrerer CSR-Aktivitäten haben wir gleichzeitig die Chance uns bei den Kunden, potenziellen Mitarbeitern, sowie anderen Stakeholdern zu profilieren und die Beziehungen zu ihnen zu festigen.

Außerdem wäre es möglich durch die Einführung verbindlicher Designrichtlinien auf CSR-Basis eine Senkung des Material- und Energiebedarfs, sowie Vermeidung von Abfällen und Emissionen zu optimieren. Dies würde wiederum zur besseren Umweltbilanz führen.

Zulieferer Problem. Ein Beispiel angelehnt an Apple Inc.

Nicht immer können Unternehmen Ihr Ansehen nur durch interne CSR-Aktivitäten verbessern. Oft sind es auch Dritthersteller bzw. Lieferanten. Schließlich ist nahezu jeder Hersteller von Zulieferern abhängig. Vor allem große Firmen können diese Abhängigkeit dazu einsetzen, damit auch Zulieferer die nicht im direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit stehen, soziale Verantwortung zu übernehmen.

Als gutes Beispiel könnte man hier das Unternehmen Apple aus Cupertino, Kalifornien nennen. Bedingt durch sehr schlechte Fertigungs- und Arbeitsbedingungen bei den Teile Zulieferern aus China, sah sich Apple als ein sehr Lifestyle geprägtes Unternehmen mit dem schlechten Image seiner Zulieferern konfrontiert.

Daraufhin führte Apple in insgesamt 19 Ländern Prüfungen bei den Zulieferern durch. Bei den Prüfungen wurden 700 Probleme aufgedeckt und behoben. So erhielten etwa Arbeiter die Gebühr zurück, die sie an die Zulieferfirma entrichten mussten, um dort arbeiten zu dürfen. Außerdem dürfen die Zulieferer diese Einstellungsgebühr nicht länger verlangen. Nur um mal ein Beispiel zu nennen.

Auch Überstunden wurden nachträglich bezahlt und Minderjährige, die vereinzelt unter der Arbeiterschaft zu finden waren, bei vollem Lohn zurück in die Schule geschickt. Insgesamt bezahlte Apple mehr als 3,9 Mio. US-Dollar an Entschädigung, rund 3,7 Mio. EUR.

Im Endeffekt sollten sich gute CSR-Aktivitäten auch auszahlen. Auch hier spielt Apple die beste Vorzeigerolle. Bereits zum 13. Mal liegt Apple bei der Kundenzufriedenheit auf Platz 1. Nicht zuletzt auch wegen reduzierten Einsatz von Schadstoffen in den eigenen Produkten und dem öffentlich gut in die Szene gesetzten CSR-Aktivitäten bei den zahlreichen Zulieferern.

Gesellschaftliche Kritik am CSR-Modell

Nicht unbegründet ist CSR auch einer gewissen Kritik ausgesetzt. Diese beruht im Wesentlichen auf der Tatsache, dass Unternehmen (insbesondere börsennotierte Unternehmen) nach den Kriterien der Profitmaximierung wirtschaften und dabei für sie soziale oder ökologische Gesichtspunkte keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen. Viele Unternehmen würden CSR daher nur aus ökonomischen Gründen betreiben, und zwar auf eine Art und Weise, dass sie mit minimalen Kosten einen maximalen positiven Effekt für sich selbst erzielen. Es können somit Zweifel an der Aufrichtigkeit der Motive für ein Engagement im Sinne des CSR entstehen.

CSR muss glaubwürdig sein

Damit CSR seine Wirkung entfaltet, ist die Glaubwürdigkeit der Aktivitäten ein wichtiges Element. Daher sollten Unternehmen nach Möglichkeit in der Lage sein, die Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Managementverfahren zu berücksichtigen und über diese in einer sachgerechten und transparenten Form zu kommunizieren.

Eine abschließende und einengende Festlegung auf ein bestimmtes Set ist nicht sinnvoll. In einem kleinen Dienstleistungsbetrieb kann es ausreichend und glaubwürdig sein, dass der Eigentümer mit seinem Namen für seine unternehmerische Verantwortung bürgt. Bei einem großen multinationalen Unternehmen erwarten die Stakeholder sichtbare Zuständigkeiten mit durchgängiger Verankerung im Unternehmen, beispielsweise durch einen Compliance Officer oder ein Umweltmanagementsystem.

Waldemar Deutsch

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